Die SVP hat positiv zur Kenntnis genommen, dass ihre Forderung zum Projekt Bahnhof und Bushof Jona von 2010, eine unterirdische Parkierung vorzusehen, nun umgesetzt werden soll. Damals wurde das Projekt ja gestoppt und das Traktandum an der Bürgerversammlung gestrichen.
Die Mitglieder der SVP haben anlässlich ihrer Hauptversammlung das Bauprojekt der kommenden Bürgerversammlung diskutiert und stimmen nun, mit einem Änderungsantrag, zu. Die Gesamtkosten von insgesamt 24 Millionen Franken sind für die Stadt Rapperswil-Jona, in der angespannten Finanzsituation, ein nicht unerheblicher Ausgabenposten. Auch wenn Rund 9,5 Millionen Franken aus dem Reservebezug Parkraum und GVO (Gesamtverkehrsoptimierung) sowie einer Vorfinanzierung aus dem Rechnungsüberschuss 2010 die Kosten optisch kaschieren, wurden diese 9,5 Millionen Franken aus Gebühren und Steuergeldern zusammengetragen.
Die SVP ist klar der Meinung, dass das Bauprojekt Planungsvorschläge aufweist, die in der angespannten Finanzsituation vertieft diskutiert und kritisch beurteilt werden müssen. Die SVP hat bereits beim Projektierungskredit im Jahre 2011 darauf hingewiesen, dass die 3.8 Millionen Franken teure Verbreiterung der Fussgängerunterführung von 4 auf 7 Meter als nicht zwingend und als Luxuswunsch taxiert werden muss.
Die Argumente seitens der Stadtbehörden überzeugen nicht und stehen in keinem Verhältnis zu den Baukosten. So wird argumentiert, dass eine Verbreiterung die Sicherheit zwischen Fussgänger und Radfahrer erhöhen würde. Breitere Verkehrswege führen aber erfahrungsgemäss zu weniger Rücksichtnahme und schnellerem Fahren – daher werden in solchen Fällen nachträglich wiederum verlangsamende Elemente eingebaut. Die Verbreiterung der Fussgängerunterführung würde „zu einer Aufwertung des Bus- und Bahnhofes beitragen“. Die SVP ist der Ansicht, dass damit die Ausgabe von 3,8 Millionen Franken nicht gerechtfertigt ist und wird an der kommenden Bürgerversammlung beantragen, dass die Fussgängerverbreiterung aus dem Projekt gestrichen wird. Ein geplanter zusätzlicher Aufgang West zu den Perrons, kann auch ohne Verbreiterung der Fussgängerunterführung umgesetzt werden.