Am vergangenen Freitag führte die SVP Rapperswil-Jona zum 7. Mal ihre Hauptversammlung durch. Die Mitglieder der Ortspartei stimmten über die ordentlichen Traktanden ab und interessierten sich im Anschluss für einen Vortrag über die Tibetreise der Familie Koondhor aus Jona.
Der Präsident Raphael Weber und der Gesamtvorstand durften am vergangenen Freitag im Joner Neuhof die Mitglieder der Ortspartei SVP Rapperswil-Jona zur alljährlichen Hauptversammlung begrüssen. Neben den ordentlichen Traktanden wie Jahresbericht, Erfolgsrechnung und Budget wurde in diesem Jahr vor allem über den bevorstehenden Wahlkampf informiert, in welchem sich Raphael Weber für den Stadtrat, Roland Hartmann für den Schulrat (bisher Primarschulrat Jona) und Christopher Chandiramani für die GPK zur Verfügung stellen. Die SVP wird auf allen Ebenen einen sehr aktiven Wahlkampf führen, wie Christopher J. Bünzli, Wahlkampfverantwortlicher der Ortspartei den Mitgliedern darlegte. Er führte aus, dass die Ortspartei kämpferisch und gewillt ist in der neuen Stadt Rapperswil-Jona Verantwortung zu übernehmen und mit allen drei Kandidaten in die Exekutive der neuen Stadt eintreten will. Die gemeinsame Liste der bürgerlichen Parteien CVP, FDP und SVP wurde von den Mitgliedern in der Folge auch mit grosser Zufriedenheit zur Kenntnis genommen.
Das Jahr 2006 ist ein Wahljahr und so wurde der Kernvorstand, der erweiterte Vorstand, die Revisoren wie auch die kantonalen Delegierten für die nächsten zwei Jahre wiedergewählt. Dass sich sämtliche 14 Personen für Ihre Ämter wieder zur Verfügung stellen zeigt, dass der Parteivorstand der SVP heterogen zusammengestellt ist und in seiner Besetzung zielorientiert und sehr erfolgreich arbeitet.
Nach rund 60 Minuten durfte Raphael Weber den ordentlichen Teil abschliessen und begrüsste Frau Rigzin-Palmo Koondhor vom Tibeterverein Jona. Sie ist seit 1976 - wie sie hervorhob - stolze Bürgerin von Jona und berichtete, dass sie 1969 als erste Tibeter nach Jona kamen.
Während des Vortrages lernte man Tibet als geografisch äusserst schönes und hochkultiviertes Land kennen. Tibet ist rund 50 mal grösser als die Schweiz, hat etwa gleich viele Einwohner und liegt rund 4'000 bis 6'000 Meter über Meer.
Während dem einstündigen Vortrag mit Videopräsentation berichtete Frau Rigzin-Palmo Koondhor von ihren Reisen in den Tibet. Ihr Mann wurde als 4-jähriger als Wiedergeburt des 6. Koondhor anerkannt. Die Koondhor-Linie wird im Tibet als Lamas von hohem Rang verehrt und in der Region Chamdho gehört er zu den fünf höchsten Lamas. 1959, nach der Besetzung durch China, musste er im Alter von 8 nach Indien und schliesslich in die Schweiz flüchten. 1980 wurde Tibet für die Aussenwelt wieder geöffnet und so durfte er 1982 erstmals wieder seine Heimat und konnte seine Mutter besuchen.
Die Mitgliederversammlung war beeindruckt von der Art, wie im Tibet die Bevölkerung die Familie Kondhoor begrüsst und würdigt. In jeder Region, welche die Familie Koondhor besuchte, wurde sie durch grosse Delegationen von Mönchen wie auch von hunderten Ortsansässigen begrüsst und sie mussten mehrere Tage bleiben, bis sie weiterreisen konnten. Sehr beeindruckend war auch zu sehen, wie Tibeter gegenseitigen Respekt vorleben und gegenseitige, tiefgehende Werte kultivieren. Da eine Reise in den Tibet jeweils mehrere Wochen in Anspruch nimmt, schafft es die Familie leider nicht jedes Jahr Ferien in der eigenen Heimat zu verbringen.
Die Mitglieder der Ortspartei konnten sich im Anschluss an die Präsentation direkt mit der Familie Koondhor lange in äusserst interessanten Gesprächen austauschen. Die SVP Ortspartei Rapperswil-Jona dankt dem Tibeterverein für diesen sehr interessanten Abend, welcher durch Niki Schweizer und Claudia Schmid organisiert wurde.